Bilder der Woche
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Rhônetal 15. bis 22.Juli 2006

So langsam entwickelt sich die Rhôntalreise zum echten Bestseller.
Da die letzten beiden Reisen 2004 und 2005 fliegerisch einiges zu bieten hatte, wollten dieses Jahr wieder 2 "Busladungen" mit dabei sein.

Tatsächlich konnten wir jeden! Tag, incl. An- und Abreisetag fliegen. 
An dieser Stelle meinen besonderen Dank an Edgar, Markus und Frank die es ermöglicht haben, dass ich selbst überdurchschnittlich häufig selbst zu Fliegen kam und gelegentlich den Bus fuhren.
(Irgendwann buch ich so ne Reise selbst mal unter nem falschen Namen und mach auch mal richtig Flugurlaub).

Für alle die sich unter dem Rhônetal nicht richtig was vorstellen können:

funktioniert allerdings nur mit aktiviertem Java


Fast alle Fluggelände im Tal (Schweiz) sind bequem mit dem Bus oder zu Fuß erreichbar, auch wenn mir gleich von den
erfahrenden Rhônetalreisenden mitgeteilt wurde, dass man auch in diesem Jahr nicht daran denken würde "La Torture" zu befliegen - ein klarer Bruch unserer letztjährigen Absprache übrigens.

Mir dabei völlig unverständlich, wieso die Rhônetal-Erstbeflieger in diesen Chor mit einstimmten und mir ohne Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten genauso was vorjammerten. Alles Weicheier, elendige....       ;o)

Also: Nächstes Jahr fliegen wir (wer will) wieder Chamoussaire und La Trouche, - versprochen!

Sonntag: Abendflug von Sonchaux über den Genfer See

"Papili" Airborne. 
Mit knapp 79 Jahren wohl unser ältester (sehr) aktive Flieger im Club.
"Wunschopa" Peter war auch wieder mit dabei und probierte den neuen Nova Rookie aus.

Dieses Bild, Peter eine kleine persönliche Erinnerung an vergangene Reisen!    :o)

Nebenbei sei angesprochen, dass Peter in dieser Woche wohl den bemerkenswertesten Flug machte. Von Sonchaux kämpfte er sich Meter um Meter zum Gipfel des Rocher de Naye hoch (ca. 800m Startüberhöhung).
Erst ein herannahendes Gewitter konnte ihn stoppen und 'zwang' ihn über das ganze Tal direkt zum Hotel zu fliegen.Ein großartiger Flug!
Hut ab, Peter!

Als Belohnung gab es am Mittwoch abend etwas ganz Besonderes von lieber Hand speziell für Peter gefertigt.


Schwierige Entscheidung am Dienstag und Mittwoch spätnachmittag um 17.10 Uhr. 
Die letzte Bahn geht um 17.30Uhr..... Im Tal hoch aufgetürmte Cumulus congestus mit deutlicher Tendenz zur Überentwicklung. Im Hinterland sind eindeutig Cb's zu erkennen. Doch die Erfahrungen der letzten Tage (und Jahre!) machen mutig. Jeder normale Flieger würde wieder nach Hause fahren, doch die Aussicht auf einen schönen Abendspaziergang (oder doch Abendflug?) UND nebenbei die Tatsache, dass sich ein Hochdruckgebiet von Norden nähert, der Wetterbericht von zunehmender Abtrocknung spricht....... 
Wir fahren hoch und vertrauen auf unsere Intuition.
La Berneuse

Kaum oben angekommen reisst der Himmel rasch vollends auf. 
Nach kurzer Startplatzeinweisung kann es auch schon losgehen

- 1550 Höhenmeter 
- 9km Talquerung zum Hotel, nach Vionnaz zum  Sportplatz oder zum "Smily"

Hinter der Bergstation der Tour d'Ai.
(Einige ganz verrückte wollten vor ein paar Jahren da hoch wandern um von dort zu starten! Sachen gibt's... !)

Blauer Himmel innerhalb einer halben Stunde. Diese Abendflüge sind inzwischen legendär und sicher unvergessen. Für viele Teilnehmer ein Flug "ins Ungewisse", - der erste kleine Streckenflug.

Na ja, ..... Dieses Bild darf irgendwie nicht fehlen. So blau der Himmel auch wieder war. Mittwoch abend blieb er es jedenfalls nicht lange. Während alle Teilnehmer ihren Schirm schon eingepackt hatten, erwischte es mich kurz vor dem Hotellandeplatz. Eine kräftige Cumulusentwicklung regnete sich urplötzlich überm Hotel ab während ich noch im Landeanflug war. 
Pitsch patsch nass gings die letzten 50m zu Fuß nach Hause. So schnell kann's gehen. Ein Flug mit 1550 Höhenmetern dauert halt ein paar Minütchen.... genauso lange braucht's manchmal für eine Wolke wieder aktiv zu werden. 
Da ich aber Elke's X-act 25 über mir hatte.......... blieb mein Schirm wenigstens trocken    :o)

Regina nach dem Start von Bellevue

Ausflug aus der Waschmaschine auch "chez Marcel" genannt
Warum der Platz so heißt? 
Nun.... es gibt "normale" (Start)-Programme, auch intern "Schongang" genannt.... aber eben auch Schleudergänge in den verschiedenen Drehzahlen.
Wenn der Wind gut von vorne kommt, ist der Platz allerdings auch normal und harmlos startbar.

Noch mal Bellevue. Die "Waschmaschine" ist die Wiese in 11Uhr-Position knapp oberhalb von der linken Hand des Piloten. 
Ein Wiesenstartplatz umgeben von Wald. Wer ihn nicht 'lesen' kann, startet unter Umständen in ein turbulentes Lee hinein. Daher der Name.

Am Donnerstag ging es an die Salève nach Genf. 
Puh, - Glück gehabt. Am nächsten Tag wären die flotten Jungs von der Tour de Franz hier durchgeradelt........ mit Flugverbot... Massenstaus und wenig Flugfreude. Ich könnte natürlich auch sagen: "Planung ist alles"! Aber lügen soll man ja nich.....

Hier kamen vor allem die auf ihre Kosten, die lange genug ausharrten. Nach einem langen Spätvormittagflug, den nur der immer stärker werdende thermische Wind beendete, setzten wir unser Abendessen auf die Karte (Zyniker der Reise werden jetzt sagen... : "Was für eine Karte?"). Egal,- jedenfalls mussten wir bis zum frühen Abend auf den zweiten Flug warten..... ok, ok, nicht alle, - einige trieb es zurück in die abendlichen Vouvry-Gewitter.              :o)

Der thermische Wind ließ gegen 18.30 Uhr langsam nach und der Hangaufwind wurde schließlich ruhiger. 
Als Belohnung gab es einen ruhigen, langen, schönen und vor allem unvergesslichen Abend-Soaring-Flug wie man ihn wohl nur selten erleben darf. 
Kurzentschlossen steuerten wir die nächstbeste Pizzeria an.... "Hey, sind wir hier eigentlich in Frankreich oder in der Schweiz?", wurde der Kellner gefragt. Stinkend, schwitzend aber bestgelaunt wurde nun noch der Magen zufriedengestellt. 

Der Ayers Rock der Schweiz: 
Die Salève! Ein Muss für jeden Gleitschirmflieger

Nach ein paar kleinen Abstechern in die Botanik auf dem Nachhauseweg kamen wir letztlich total müde aber zufrieden in unserem Hotel an. 
Die Uhr zeigte weit nach Mitternacht.......... 

Am Freitag morgen wollten wir (diesmal ohne Gefahr hoher Wolken) noch einmal von Leysin La Berneuse fliegen. 
Neuer Task: 

Landeplatz am "Smily".

Immerhin auch ein kleiner ca. 9km Streckenflug - diesmal allerdings MIT dem Talwindsystem (jedenfalls für die meisten! (die, die nicht als erster gestartet sind)).

Als wenn es nicht schon genug war....
Am Abreisetag bestanden die ganz harten Piloten noch auf einem Abschluss-Morgenflug zum Hotel. So brachen wir bereits um 6.00 Uhr morgens auf und wurden mit einem schönen Gleitflug im Morgenlicht belohnt. Landung bei der Pyramide mit Linksvolte!
Hier konnten alle noch einmal das selektive Wegdenken trainieren, da die gesamte Landevolte (bis auf den letzten Teil des Endanfluges) über der Fabrik geflogen werden wollte.

Ich weiß natürlich nicht, wie es Euch nach der Reise erging? Ich für meinen Teil habe es wie Monsieur de Skywalker gehalten und mich erst einmal ein paar Tage ausgeruht. 
Tschuldigt, wenn der Bericht deshalb so spät kommt.

Rolf und ich sind im nächsten Jahr wieder mit dabei - also, - rechtzeitig anmelden, ok? 
Bis dahin: Immer ein Schippchen Luft unter beiden Flügeln wünschen Euch

Ralf und Rolf

 
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