Bilder der Woche
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Flugreise nach Slowenien vom 22. - 29.Mai 2004

  
Sonnabend, 22.05.

Es sind "nur" 500km, doch die Reise dauert und .... dauert..... quer durch die Dolomiten... und dauert. Niemanden eilt es jedoch, denn die Alpen liegen in Wolken und es regnet. Die Stimmung ist dennoch gut und wir beenden den Tag mit einem schönen Abendessen in unserer Herberge.
 

Klaus Uwe Siggi Manfred Christian Josef

... sind mit dabei!

 
Sonntag, 23.05.

Bis zum frühen Morgen regnet und stürmt es. Nach dem Frühstück schätzte ich den Wind mit 50 - 80km/h von hinten in ca. 1500m GND. Wir verlassen unsere Herberge und touren nach Lijak. Die Erfahrung der letzten Jahre verlieh dem 520-Meter Bichl bereits öfter den Titel: "Buchenberg von Slowenien", doch ich habe eigentlich keine große Hoffnung - bei DEM Wind? 
10 km vor Lijak ist der Bodenwind plötzlich weg - Windstille - erwartet, doch trotzdem unerwartet! Am Startplatz das gleiche Bild. Thermischer Wind von vorne! Wir beobachten... Der thermische Wind von der Adria trifft auf den kalten, aus den Alpen ausströmenden Wind aus Nordost! Direkt links über uns. Wer gewinnt ? Eine Wetterküche par excelance. Die Thermik gewinnt Oberhand und gestattet uns einen Durchgang. Klar, - kein Superflug, der bleibend in Erinnerung bleibt, doch nach den Beobachtungen am Morgen sind wir damit zufrieden.
Nach dem Flug soll's tatsächlich noch mal hochgehen.... ??? Hey, - dicke schwarze Wolken am Himmel verheißen wirklich nix Gutes! Aber Klaus ist soooo optimistisch. Er erspäht ein winziges blaues Stückchen Himmel und möchte es versuchen. 
Schließlich siegt die Vernunft über den Wunsch und wir beobachten vom Drachenstartplatz Lijak eine sehenswerte Regenfront im Gelände. "Jokel-Tours" über die diversen Hangkanten zurück nach Hause. Abendessen - Night-Movie. Das Wetter soll besser werden.


Montag, 24.05.

Die Sonne scheint ! Was macht der Wind ? Das Fernglas bringt Ernüchterung! Am Hausstartplatz steht der Windsack stramm von hinten. Scheibenhonig. 
Egal, - "Jokel-Tours" tourt wieder über die Hangkanten Richtung Lijak. An allen Startplätzen das gleiche Bild. Strammer Nordostwind - wir sind eindeutig im Lee der dynamischen Hauptwindrichtung. 
In Lijak plötzlich ...... wieder thermischer Wind von vorn! ..... Skepsis ist durchaus angesagt und so beobachten wir gut die Wind und Wetterverhältnisse, bevor es losgeht. 

3 Flüge werden es schließlich, - teilweise recht lange und mit guter Startüberhöhung. 

Bis zu 3 Stunden Flugzeit werden es für Uwe an diesem Tag und Manfred macht "den schönsten Flug seines Lebens." Vorher mussten "wir" ihn allerdings am Boden festhalten, damit er nicht zu früh davonfliegt.

Abends steht der Windsack "zu Hause" ebenfalls von vorn. Das Wetter bessert sich. Die Fernsicht ist gigantisch!! Die Adria erscheint glasklar, am Horizont erkennt man große Schiffe und wir glauben weit,weit weg, Venedig zu sehen. Ich finde, wir haben die beiden "schlechten Tage" gut durchgekriegt.

Folgendes Bild ist ein "Insider-Bild" - Untertitel: "Für meinen lieben, guten, alten Freund Volker" (Jedenfalls ist es als Bild einfach auch nur so ganz witzig.)

Dienstag, 25.05.

Ein perfekter Tag:
Gegen 10.15 Uhr geht es an die Hauskante. Der thermische Wind weht bereits mit bis zu 20km/h, Tendenz stärker werdend. 

 

Also nicht noch lange Pilze suchen... los geht's. Uwe startet, - es bockelt ein wenig - , aber es geht aufwärts. Innerhalb der nächsten halben Stunde sind alle in der Luft.
Klaus gelingt sogar der Talsprung zur nächsten großen Hangkante nach Süden. Der Streckenflug wäre möglich, doch Klaus kämpft sich gegen den Wind zurück zum Landeplatz. Alle hatten einen schönen Flug, - ok Siggi, - ein wenig Laufen nach einer Außenlandung gehört nun mal gelegentlich dazu.

Pizza-Time zu Mittag..... Eis essen..... ein wenig relaxen ..... einkaufen..... unser Mittagsprogramm. 

Am Nachmittag geht's wieder zum Startplatz. Der Wind trägt nach wie vor! Ich glaube die Minimum-Flugzeit war über eine Stunde. Ok, ok .... das ungewollte Touch-Down eines Teilnehmers wollen wir nicht wieder breittreten... Unser Doc Josef liefert derweil einen guten Rückwärtsstart nach dem anderen ab - schwer zu glauben, dass er dies vorher noch nie gemacht hat.
Jeder der wollte, flog die 8km Hangkante hinunter und zurück und konnte so lange er wollte in der Luft bleiben.

Abendessen, - Wein, - Bier, - und "6-nimmt" runden das Abendprogramm ab. Das Wetter soll schön bleiben!


Mittwoch, 26.05.

Sonne, Wind von vorne, erneut ein voller Flugtag. 
Der "11.00 - Flug" ist noch ruhig, mit geringer Thermik versehen. Trotzdem gelingt es den meisten, sich zu halten. 
Gegen frühen Nachmittag frischt der Wind auf. Thermische Böenspitzen bis 38km/h fegen über den Startplatz und wir müssen lange auf startbare Bedingungen warten. 
Im Tal selbst bläst es ebenfalls gewaltig und so werden gewollt Außenlandungen trainiert. 

Der "18.00 - Abendthermikflug" wird ein voller Erfolg. Der Wind weht konstant mit ca. 25km/h von vorne und es ist kein Problem, die 8km-Hangkante hinunter und wieder zurück zu fliegen. Jeder fliegt ca. 1 Std. Minimum - Christian landet erst nach 1,5 Std. Flugzeit. Siggi versuchte sich erneut im "Advanced-Gleitsegel-Triathlon": Fliegen, Toplanden, Wandern...... :o).... gegenüber der letzten Version allerdings mit deutlich gesteigertem Schwierigkeitsgrad.
Gegen 20.30 endet sein 4. Flug an diesem Tag. Wir essen spät zu abend und alle sind müde.


Donnerstag, 27.05.

Erneut ein schöner Flugtag. Uwe gelingt ein Streckenflug von Lijak gen Südost Richtung Ajdovscina - Glückwunsch! Am Abend zeigt sich unser Fluggebiet von seiner allerschönsten Seite. 

Extrem ruhige Abendthermik - weiche Luft und kein Problem, die gesamte Kante abzufliegen. Manfred landet als Letzter Gleitschirmflieger an diesem Abend und wir kommen (wieder mal) viel zu spät zum Abendessen....

Am Abendhimmel bilden sich lenticularis - Nordföhn ? Egal! - die Flugreise endet an diesem Abend mit einem der schönsten Flüge der Woche. Über 10 Stunden Flugzeit sind es für Klaus und Uwe in dieser Woche geworden - die anderen nur wenig darunter. Wir sehen dem morgigen "kulturellen" Programm gelassen entgegen. 

Freitag, 28.05.

Postojna - eine der schönsten und größten Tropfsteinhöhlen erwartet uns. Ein kleiner Zug fährt uns 2km in den Berg hinein. Dann wird gewandert. Alle sind beeindruckt von der Vielfalt der großen und kleinen Höhlen. 

Am Nachmittag erkunden wir noch eine der zahlreichen "Ice-caves", Eishöhlen, auf unserer Hauskante. 

Kaum zu glauben, dass die Slowenen früher mit "Exporteis", sogar bis nach Ägypten, Handel getrieben haben.

Immer wieder reizt es mich, weiter in die Höhle vorzustoßen. Doch ohne entsprechende Ausrüstung......           

Die weitere Erkundung einer in der Karte als ‚interessant' markierten Region fällt der Bora und dem immer noch liegenden Schnee in der Höhe zum Opfer. Einige kleinere Bäume können wir noch auf Seite schieben, aber der Schnee macht unserem Expeditionsgeist schließlich ein Ende. 
Egal - eh Zeit für's Essen. 

Sonnabend, 29.05. 

Die Rückfahrt erfolgt bei strahlendstem Wetter. Ich bin sicher, dass der ein oder andere Teilnehmer (mindestens aber Uwe zum 11. Mal !!) wieder dabei sein werden. 
Die Reise war ein voller Erfolg. Neben schönen, langen Flügen ging der Gesprächsstoff am Abend niemals aus und die Woche verging wörtlich "im Fluge". 

Bis zum nächsten Jahr! Ich jedenfalls fahr gern wieder mit Euch!


Ralf
31. Mai 2004

 

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