Wie immer
ging der Kurs im Übungsraum los. Nach der
Begrüßung und Vorstellung (...und einem
Extra-Lecker-Kaffee)... ging's zügig an
die Praxis.
Matze erklärt das Einpacken des
Gurtzeuges in den Gleitschirm-Packsack.
Dann ging's zum Übungshang.
Startfertiges Auslegen des
Gleitschirms, - Einhängen der Tragegurte und Einnehmen der
Grundhaltung wurden in 2er-Gruppen trainiert.
und natürlich das Einnehmen
der Grundhaltung für den Start
Das Wetter ließ uns
nicht im Stich, und so konnten wir nach einer Pause
mit den Aufziehübungen am Boden beginnen.
Die Gruppe zeigte von
Anfang an eine gute Leistung - grobe Fehler traten
erst gar nicht auf.
Da die Windbedingungen am
Abend immer schöner, ruhiger und konstanter wurden, konnten
alle in der Gruppe zum krönenden Abschluss noch je 2 mal
"von oben" fliegen. Der erste Flug mit dem
Gleitschirm - sicherlich für alle ein unvergessliches
Erlebnis.
Letztlich wollte das
Flugzeug natürlich wieder ordnungsgemäß eingepackt
werden.
Ein schöner,
erfolgreicher Tag ging zu Ende den wir als Lehrer
nicht Theoriestunden am Abend in die Länge ziehen
wollten.
Ich denke, wir hatten
uns alle einen schönen Feierabend verdient!
Dienstag:
Der Tag begann
mit einem ziemlich miesen Wetterbericht. Eine Regenfront aus
Westen näherte sich dem Allgäu und die prognostizierten
Windwerte versprachen auch nix Gutes.
Auf dem Weg zur Arbeit bestätigte sich leider dieser
Eindruck. Die Bäume am Wegesrand wiegten sich deutlich hin
und her. Deutlich zu starker Wind zum Fliegen!!
"Ein Theorietag.... dachte
ich mir. Auch nicht schlecht......... "
So begannen wir mit
Vorflugcheck und Startcheck - wichtige Überprüfungen vor
Startbeginn:
Vorflugcheck:
Wind und Wetter,
Leinen,
Kappe,
Rettungsgerät am Gurtzeug ................
alles
OK?.....
Startcheck: Pilot.... alle Verschlüsse zu,
Tragegurte richtig aufgenommen,
Kappe bogenförmig ausgelegt - alle Zellen (immer noch) offen,
Luft- und Startraum frei,
Wind passt ...........................................
alles
OK?......
Ja?, - na dann......... noch
schnell die Flugplanung abschließen...:
Linksvolte oder Rechtsvolte ? Gegen-, Quer- und Endanflug
.......... Ausflugrouten... Was mache ich, wenn ich zu hoch,
zu tief bin....
na, - dann kann ja nix mehr
schief gehen....
Das Wetter wurde unerwartet
besser.... der Wind ruhiger....
Leicht mitleidige Blicke von A-Lizenz Piloten begleiteten uns
auf dem Weg zum Übungshang. "Ihr wollt doch nicht
fliegen gehen?.... bei DEM Wind ??"
Doch klar.... ein inneres
Gefühl sagte mir, das es ruhiger werden würde:
Tja,- so kamen wir
dann doch noch zu 5 bis 9 Flügen vom Übungshang.
Zunächst mit
40 - 90° Seitenwind aus West............ dann immer mal
wieder aus Nord......... schließlich mit guten
Windbedingungen (jedenfalls zwischendurch mal.... ) aus
Nord.
Was für ein Tag. Keiner hatte
damit gerechnet.
Gegen Spätnachmittag war dann doch noch ein wenig Theorie
fällig. Materialkunde und Aerodynamik standen auf dem
Lehrplan. Die Beteiligung war gut, die Stimmung auch........
Gegen 18.00 Uhr fing's dann doch noch an zu regnen .........
wurschtegal, oder?
Mittwoch:
Morgens
war das Gras auf Grund der vorabendlichen Regenfälle
noch ziemlich nass und der Wind kam noch von hinten,
sodass Matthias genug Zeit für einen ausgiebigen
Meteorologie - Unterricht hatte.
Dynamischer
Wind und thermischer Wind standen auf dem Programm.
Untertitel: Warum kann man in Rosshaupten bei jeder
Wetterlage fliegen, obwohl er eine Nordlage hat?
Warum
dies fast jeden Tag so ist, konnte der Hang wenig
später eindrucksvoll unter Beweis stellen. Trotz
südwestlicher Höhenströmung stellte sich ab ca. 11:30
Uhr zuverlässig der
"Bayerische
Wind" ein, der bis zum späten Nachmittag über 100
Übungshangflüge ermöglichte.
Am Ende hatte die Gruppe ihr Pflichtprogramm, 20 Flüge und
"sichere Qualität" für die ersten Höhenflüge am
Buchenberg erfüllt.
Schon erstaunlich.... trotz recht mässiger Wettervorhersage
am Sonntag abend war der Grundkurs bereits Mittwoch abend
abgeschlossen!
Das
Regenradar und der Wetterbericht kündigt(e)
(das
hier ist iA. Live-Berichterstattung aus Rieden!)
allerdings
für den Donnerstag Schlechtwetter an. Ich
bin mir aber sicher, dass allen ein "Ruhetag"
auch guttun wird.
Ein wenig
Theorie..... eine ausgiebige Landeplatzbesprechung am
Buchenberg ... vielleicht eine leckere Pizza beim
"Griechen"?
Donnerstag und Freitag werden jedenfalls mehr
"Urlaub" in den Kurs bringen.
Donnerstag:
Es regnet und stürmt!
Wenn wundert's. Zeit für die verbleibende Theorie in
"Flugplanung", "Sicherheitsvorkehrungen und
Gefahreneinweisung", "Verhalten in besonderen
Fällen" und Luftrecht.
Immer im LUV
starten, fliegen und landen!
Eine der
wichtigsten Grundregeln in der Fliegerei... und nie
vergessen:
Im
LUV,da fliegt man immer dann,
wenn man es auch sehen kann.
(für
diejenigen, die das Tafelbild analysieren wollen).
Matze hat dann noch die
Wurfübung mit dem Reserve-Dummy im Keller geleitet, und dem
ersten Höhenflug steht nun .... (fast) nix mehr im Weg.
Mal schauen, was der Wetterbericht dazu sagt:
10 Knoten Wind (= knapp
20km/h) in 1.500m Höhe für morgen 12:00 Uhr..... sollte doch
eigentlich funktionieren. Aber,- ein wenig "Daumen
drücken" muss dann schon sein... (von wegen der
"stark zerrissenen Thermik.... ")
Jedenfalls ist der Himmel um 18:00 Uhr wieder blau und der
Wind legt sich allmählich.
Freitag:
Es hat
nicht sollen sein!
Wir haben
nicht aufgegeben, haben den ganzen Tag ausgeharrt, und
ein Teil der Gruppe ist sogar per pedes den Buchenberg
(ohne Schirm) hochgelaufen. Aber der Wind legte sich den
ganzen Tag nicht.
Mit der
letzte Bahn gegen 17:00 Uhr ging's wieder runter.
Sturmwarnung am Forggensee und gemessene 36km/h am
Startplatz waren einfach zu viel.
Ingo hat noch
einen netten Film auf
YouTube
gestellt.
So ging eine
Kurswoche unspektakulär und leider ohne Höhenflug zu Ende.
Wir hoffen, dass Ihr trotzdem Spaß an dem neuen Hobby
gefunden habt und wir Euch demnächst hier zum verdienten
ersten Höhenflug wiedersehen werden.
Bis dahin
...... vielen Dank für die nette Schulungswoche. Der Film von
Ingo gibt allen einen schönen Eindruck darüber, wie es in
einem solchen Kurs abläuft.