Hier sieht man einen Grund für nicht fliegbares Wetter am Mittwoch und Donnerstag vom Saleve am Lac Leman. Die Wasserfontäne bei Genf ist 100m hoch. Der anhängende Wasserschweif zeigt den Wind überdeutlich an. Aber das war die einzige Schwäche in dieser Flugwoche. Dafür gaben die anderen Tage um so mehr her.
 

Samstags, nach der Ankunft, erfolgte wie immer das Warm-Up am Hausberg Les Saix direkt bei Samoëns.
Nach einem genussvollen und ausgiebigen Frühstück konnte ich meine Gruppe zu einer kleinen Körperertüchtigung "überreden" und somit ging es zum zweiten Hausberg direkt bei Samoëns dem La Bourgeoise.
Am Gipfel angekommen, im Rücken den weißen Berg (der Mont Blanc verfolgte uns die ganzen Tage, es gab kaum ein Foto, auf dem er nicht zu sehen war) und der Wind passte. Nach 20 Minuten Laufen und 10 Minuten Rast konnten Gerald, Karl-Heinz, Jürgen, meine Wenigkeit, Christian, Conny, Dirk und Werner wieder in eine Kamera lächeln.

Die Starts waren gut, wie überhaupt in der Woche gut gestartet wurde. Rechts mal wieder der Mont Blanc. Aber es ist nun mal ein tolles Panorama.

Es ging thermisch nicht viel, aber wenn es Steigen gab, dann war Werner mit dabei (siehe oben). Durch Soaren am Hang konnte der Flug jedoch verlängert werden.
Das ist der Landeplatz (giftgrün) von Samoëns - üppig und in lieblichen Umgebung.
Hier, am Landeplatz aufgenommen, sieht man im Hintergrund den Startplatz La Bourgeoise - die Wiesenkuppe.
Danach ging es nach Mieussy. Dort geht es meistens thermisch recht gut. So auch dieses Mal.

Wer wollte, konnte Fliegen bis zum Abwinken. Zum Teil wurde auch deutliche Startüberhöhung erzielt und mancher, den man schon bei der Landung vermutete, tauchte plötzlich wieder auf.

Hatte ich schon erwähnt, das dieser weiße Berg auch von hier aus nicht zu übersehen war. Hier Gruppenbild (der Drei- und Viertausender) mit Dame.
Anschließend ging es zum Tagesabschluß noch zum Les Saix bevor Duschen und Essen angesagt war.

Am nächsten Tag ging es dann zum weißen Berg, zumindest ganz nah ran nach Chamonix. Dort waren wir montags und dienstags. So, für Chamonix, angenehme Thermik hatte ich bisher nur ganz selten dort vorgefunden.

Warten bis die einheimischen "Dummys" die Thermik anzeigten.

Aber dann ging es los!

So sieht der SW-Startplatz von oben aus.
Hier zeigte man den anderen Piloten wo der Hammer hing.

Es war schön zu beobachten, dass fast alle von uns sich in die Thermik reinschraubten und mit der Höhe eine irre Aussicht über die Berge hinweg bis in das Tal von Samoëns als Lohn erhielten.

Einsam in Mitten der schroffen Bergmassive wirkte so ein Gleitschirm recht verloren.
So sah es dann Richtung Westen aus. Da tummelten sich die Massen.

Um aber dorthin zu gelangen mußten man sich an den schroffen Felswänden entlang hangeln und da war es zum Teil recht ruppig. Egal wie hoch oder wie lang geflogen wurde, runter kamen alle. Entweder weil es Ihnen doch zu bockig wurde, sie keinen thermischen Anschluss mehr fanden oder aber weil sie einen sanitären Anschluss brauchten.
Anschließend sind wir nach Passy zum Plaine-Joux gefahren. Dort mußte aber schon für einen Flug von mehr als 15 Minuten gekämpft werden, da die Thermik Mittagspause machte.

Den weißen Berg haben wir schon mal gesehen. Der verfolgte uns.

Zurück in Samoëns konnte wegen der Windrichtung nur noch ein Flug vom La Bourgeoise gemacht werden, nicht vom Les Saix. Dort hätte man bis zum Startplatz fahren können, am Bourgoise muss man laufen - und das für einen Gleitflug abends um 17 Uhr. Gerald und Werner wollten trotzdem hoch und da Conny sich anbot den Wagen runter zu fahren, ging wir drei zum Gipfel des Bourgoise. Um ca. 18.oo Uhr starteten wir und beschlossen zu einer westlichen, im letzten Sonnenlicht des Tages liegende Felswand zu Fliegen, mit dem Risiko nicht zum Landeplatz zu kommen.

Manchmal hat man auch Glück. Wir konnten uns ca. 45 Minuten lang halten und ein paar hundert Meter Höhe machen und das harmonisch auf engem Raum. Von wegen nur Gleitflug! WOW!
Zum Landeplatz kamen wir drei dann auch noch.

So kann solch ein unerwartet verlängerter Abendflug richtig euphorisch wirken und das Essen schmeckte doppelt so gut.

Es war wieder eine erfolgreiche Woche mit guten Flügen und auch wenn der Mittwoch und Donnerstag ein Opfer des Regens und Windes wurden, brachte das der tollen Stimmung keinen Abbruch.

Dafür und auch für das fliegertechnische Niveau möchte ich mich bei Euch nochmals bedanken und wünsche Euch weiterhin alles Gute und noch viele schöne Flüge.

Euer Hajo

 












































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