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Flugreise nach Slowenien

Ich könnte ja verstehen, dass die Buskosten dem ein oder anderen zu viel sind...

...aber dass deshalb gleich 2 Teilnehmer der Reise die 500km ua. durch die Dolomiten mit dem Fahrrad zurücklegen wollten, sprengte doch jegliche vernünftige Vernunft. 
Als Alibi wurde das Ganze dann auch noch "Urlaub" genannt, und dass das schließlich "Spaß machen" würde und "freiwillig" sei.

Uwe und Helmut trafen jedenfalls mit dem Drahtesel bereits am Freitagabend in Slowenien ein. 

Zwar etwas "mitgenommen" (vor allem am Allerwertesten), aber ansonsten bester Laune!

Der Rest der Truppe machte sich dann am Samstag morgen um 6:00Uhr auf den Weg - gerüchteweise auch noch früher.

Das Bild oben zeigt das Dolomiten-Dorf Misurina, in dem immer unsere 2. Pause auf der Fahrt stattfindet.

Irgendwie meint man immer, man sollte hier vielleicht doch mal länger bleiben.

Links im Bild ... hm.. wie soll ich sagen?... ein kleiner "Unfall". 
Anhängerkupplung gegen Nummernschild. 
Der Autovermieter nahm's bei der Rückgabe gelassen. Allerdings hatten wir mit profimäßiger Spengelei den Schaden (fast) wieder geradebiegen können 

Bei Hieronim gab's nach der Ankunft erst mal einen vom "Guten". 

Die Erstflieger hatten Pech. 
Der inzwischen berühmte "Grüne" war noch nicht reif und die Vorjahresernte schon komplett vernichtet. So mussten wir uns mit dem leckeren "Roten" auseinandersetzen. 
Nicht die schlechteste Wahl, wie unsere alteingesessenen Slowenienpiloten meinten. Vor allem die eingelegten Blaubeeren hatten es gewaltig in sich...

Da die Flugbedingungen schon bei unserer Ankunft super aussahen, gab es in diesem Jahr eher Zurückhaltung beim "Roten" und alle blieben bei einem kleinen Begrüßungsschluck.

Rechtzeitig zum Abendflug standen wir am Startplatz. Die Hauskante trug auf kompletter Länge und nach ca. 40min waren alle,- wirklich alle!! gleichzeitig in der Luft und konnten fliegen solange sie Lust hatten. 
Die Reise konnte nicht besser anfangen.

So konnte es weitergehen!

Sonntag konnten wir an "unserer Kante" schöne, lange Soaring-Flüge unternehmen, und die ersten wagten den Sprung an die "Antennen-Kante" um schon mal Tuchfühlung mit der Antenne aufzunehmen.
Anderen gelang erstmalig der Sprung über das "U" die Hauskante entlang. Mutigere bzw. Erfahrenere trauten sich ins Seitental hinein ............ und kamen auch wieder heraus. 

Ich denke, jeder konnte das fliegen, was er wollte, - das Aufsaufrisiko an der Kante ging dabei gegen Null.

Abendlicher Treff an der Mauer mit einem kleinen Bierchen oder einem "bunten" Schnaps

Unsere Hauskante (zumindest ein kleiner Teil davon) vom Landeplatz aus gesehen

Über 5 Meter ruhiges Steigen an der Kante ließen problemlos Startüberhöhungen von mehreren hundert Metern und kilometerweites Soaren zu. Montag flogen die ersten Schirme zur Antenne und zurück zum Hauptlandeplatz. 
Zu meiner großen Verwunderung tauchte "von unten" Richtung Antenne auf einmal ein Primax unter mir auf. 
Herbert hatte den Talsprung zur 3. Kante gewagt und wurde durch eine schöne Strecke >20km belohnt. Leider ereilte uns (Danke noch mal dafür!) ein Funkspruch in unsere Aufwindkämpfe, der von gar garstigen Gewitterzellen Richtung Landeplatz erzählte. So mussten wir den Flug frühzeitig abbrechen und flogen beschleunigt mit angelegten Ohren ins Tal ab

Natürlich belohnten wir uns an jedem Tag reichlich mit einem großen, fetten, dicken Eis - wahrscheinlich einer der besten Eisbuden Europas.

 
Lijak - Antenne
Ich wusste es, als ich dieses Foto schoss... 

Uwe startet zum Antennenflug und er würde zum ersten Mal gelingen!

Lijak am Dienstag nachmittag / 15:00 Uhr - thermischer Wind mit 25km/h +

Helmut und Elke folgten nach ein paar Minuten... soarten ein wenig an der Lijak-Kante und gingen "auf Strecke".

Unsere Bodencrew berichtete ca. 30min später, dass alle drei den letzten Buckel im Sichtbereich umrundet hatten, um einen langen Slowenien-Traum zu verwirklichen.

ca. 1.5 Std. später schoss Uwe das Wendepunktfoto rechts und trat gegen einen starken Gegenwind die Heimreise an.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Flugzeit erreichten alle drei wohlbehalten den Landeplatz an "unserer" Hauskante. 

Am Abend durfte kräftig gefeiert werden!

15 Jahre Flugreise Slowenien ... Endlich waren die "3 Kanten" geknackt.

Download für Google Earth: 
Uwe's track

Die Berichterstattung über diese 3 Flüge... (am nächsten Tag schaffte noch einer diese Strecke... doch meine angeborene Bescheidenheit verbietet mir die Nennung des Namens... ) ... soll bitte in keinster Weise andere Flüge schmälern. Mir fallen so viele ein, dass ich geneigt bin, jeden namentlich aufzuführen. Ein paar Dinge mögen aber noch herausragen:

Michael, der nach seiner Knie-OP überhaupt nicht wusste, ob er je wieder mit dabei sein würde... schwang die Stöcke und marschierte sogar in Lijak zum Startplatz runter... testete Mentor, Syntax und Rookie... bestellte sich letztlich einen Rookie... und wollte einfach "seinen Hill" auch in Zukunft nicht alleine lassen.

Start in Lijak - dem "Buchenberg" Sloweniens

... Werner, dem ein Superflug von Lijak zum 20km entfernten Hauslandeplatz gelang...
... Moses, weil ich richtig Angst um die schönen Bäume hatte, als er in geringster Höhe die 1. Kante bis nach Ajdovscina langgeschrubbt ist.
... Sebastian und Ralf, die von soooooooo hoch über Lijak und Hauskante Bilder gemacht haben, dass sie wahrscheinlich aus dieser Höhe alle möglichen Talsprünge spielend hätten machen können. (nächstes Mal!)
Erwin, der nach seiner Schulter-OP überhaupt mit dabei war und auch auf Strecke ging...

Die Lijak - Kante. 
Ein weiträumiges Natrurschutzgebiet für Adler verhinderte jahrelang das Streckenfliegen Richtung Osten. Erst als mir ein Slowene auf die Frage.... "Was ist jetzt mit dem Schutzgebiet für die Adler...?" antworte:
 "F...  the eagles". Fortan hieß es bei den Flugreisen: "The Window is open!"

Rainer, der mir hoffentlich verzeiht, dass dieser Bericht mit guter Zeitverzögerung kommt.... und Karl-Heinz....... beide wie immer hoch dabei. "Sahne" nicht zu vergessen, der wieder nicht zum 3. Teil von "Herr der Ringe" kam.

 

Lijak Landeplatz (grüne Wiese / Mitte/halblinks / unten)
Last not Least das Trio Uli, Matthias und Ralf. Sie brachten uns (mir), neben den Flügen, die Subkultur des Geocashings näher. (Inzwischen haben meine Kinder und ich 4 Schätze "entdeckt"... und den Kindern macht's viel Spaß!)

 
Abends beim Essen wurden alle Flüge noch einmal  "aufgearbeitet"...

...Elke immer noch mit "voller Fahrt" heraus aus dem Antennenwind und zurück zum Sinji Vrh Landeplatz... 
 

...Erwin nach seinem "fautpasdedeux"... mit (oder besser gegen) Werner in Lijak...

... und Herbert mit angelegten Ohren ins Tal um bösen CB's zu entfliehen. (man beachte die Fingerhaltung links/rechts)

Die Helden wurden jedenfalls nicht müde von den Flugabenteuern zu erzählen... : 

"Helmut, - wie weit war der Wendepunkt Antenne noch mal weg?"

Die letzten Tage wehte leider ein ganz kleines wenig zu viel Wind in der Region. 

Die Stimmung blieb trotzdem super obwohl die "richtig guten" Flüge Vergangenheit waren. 

Hieronim und Irma trugen wieder mal mit tollem Essen (ich hatte jedenfalls 1.5kg zugenommen) zum Gelingen der Tage bei. Und erstmalig hatten wir mehr "Kurze" auf der Rechnung als des Deutschen liebstes Getränk aus Hopfen und Malz.

So viel gab es zu feiern!
Nein Hans, ich hatte Dich natürlich in dem "Listing" oben nicht vergessen - schließlich war auf dieser Reise Dein erster Flug mit dem neuen Schirm. 
(ua.sei noch erwähnenswert)

Wie Du an den Bildern erkennen kannst, bleibt nun wirklich nix geheim. Du solltest Dir vielleicht öfter mal ne Pause gönnen und Fliegen gehen!

Wie sieht's im nächsten Jahr aus?

Wenn Helmut demnächst bei Dir auf'm Stuhl sitzt.... : Frag ihn doch noch mal nach der Antenne....und wenn er ausschweifig wird, bohr ruhig noch ein wenig tiefer!

Eine tolle Reise ging zu Ende. 

Vielen Dank noch an Matze, der auf Grund seiner Achillissehnenverletzung (vom Squash spielen!) noch nicht wirklich wieder flügge war und dieser Umstand mir knapp 10Std. "Airtime" einbrachte...

... und natürlich an Edgar, der jeden Tag das andere Fahrzeug chauffierte und mir ebenfalls diesen Flugurlaub möglich machte. 

Ich hoffe, Ihr seid nächstes Jahr wieder mit dabei?!

Ralf und Matthias


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