Flugreise nach Castelluccio di Norcia 
12. - 19.September
("Follow the germans")


 

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Schon weit weg, dieses kleine Bergdorf. Doch obwohl ich nun schon seit ca. 15 Jahren immer wieder hinfahre muss ich sagen, dass sich die Reise lohnt. Ein "europäischer Klassiker" wartet auf die Piloten. Eine Region, die man einfach mal geflogen sein muss, und ich glaube, die Bilder unten zeigen ganz gut, dass diese Einschätzung richtig ist.

Wenig erfreulich war der Wetterbericht für die Flugwoche. Zunächst war es mäßig vorhergesagt, sollte dann zunehmend schlechter werden.... ca. Mittwoch den absoluten Tiefpunkt erreichen um dann (vielleicht) besser zu werden.
Dass eine Flugreisegruppe aus Österreich in der Vorwoche frustriert früher nach Hause gefahren war, machte die Sache nicht besser.
Am Anreise-Abend erwies sich das "mäßige" Wetter zudem noch zu schlecht zum Fliegen und das Abendessen im neuen Hotel ähnelte eher der Fressabfertigung an einer großen Uni (zumindest was die Lautstärke anging). Kurzum,- es fing schlecht an.
Gut, dass das 4-Gänge-Menü incl. Wein und Wasser zumindest kulinarisch für einen gewissen Ausgleich sorgte - aber die bange Frage blieb: Wie sollte diese Woche erfolgreich werden?

Mit zugegeben wenig Erwartungen begannen wir den Sonntag mit einem "guten", italienischen Frühstück. Erst eine kleine Intervention an der Rezeption sorgte für eine spürbare Verbesserung, ... - für Käse, Schinken und Wurst (und auch Butter!) und man muss sagen, es wurde von Tag zu Tag richtig besser. (So toll man in Italien Pizza, Spagetti und Capuccino machen kann

... vom Frühstücken halten die Italiener nicht besonders viel...)
Ab Dienstag waren wir im Hotel dann so ziemlich die einzigen Gäste, was auch eine schöne, ruhige abendliche Atmosphäre sicherte. 

Kurzum,- es wurde sogar richtig gemütlich und wir freuten uns im Laufe der Woche immer mehr über das üppige, sehr preiswerte 4-5 Gänge Menü am Abend. ...Alles wird gut!.... 

auch fliegerisch!

Die Bilder stehen nur fast zufällig nebeneinander...
echt........... keinerlei "Hintergedanke".

Die Flugbedingungen erwiesen sich Sonntag bis Dienstag als recht gut fliegbar. Es war zwar etwas frisch, aber wir konnten sowohl Flüge im Piano Grande fliegen (...mit Flug vom Monte Veletta über Castelluccio), als auch ins Tal von Pelegrino. 

Ein "Wurstli" und ein Capuccino mussten jedenfalls zwischendurch immer mal sein.

Allen Wetterprognosen zum  Trotz entwickelte sich der Mittwoch als schöner Flugtag. 

Insgesamt konnten wir auf Grund des wechselnden Windes bis dahin viele unterschiedlicher Facetten des Fluggeländes kennenlernen. 
Tatsächlich starteten wir im Laufe der Woche von insgesamt 12 verschiedenen Startplätzen aus. Die Flugwoche entwickelte sich also zunehmend auch fliegerisch zu einer sehr guten Woche, die, ein Regisseur hätte es nicht besser planen können, in seinem letzten Flug am Freitag nachmittag ihren Höhepunkt hatte.

Natürlich ist Castelluccio eine Starkwindregion, und ein wenig Mut bei 25km/h und mehr zu starten, gehört schon dazu.

... belohnt wird man dafür allerdings mit Soring-Flügen entlang der sanften, grasbewachsenen Hügel.

Dabei ist die Wahl des Startplatzes im Tagesverlauf für's Gelingen des Fluges meist von entscheidender Bedeutung, und ich meine, wir haben nicht die schlechtesten Entscheidungen getroffen. Andere Piloten entwickelten während der Woche jedenfalls die recht einfache Entscheidungsstrategie "Follow the germans" mit ihren auffälligen gelben Bussen.... 'die wissen, wann sie wo sein müssen um mit guter Wahrscheinlichkeit auch fliegen zu können.' 
(Nichts ist für einen Organisator frustrierender, als andere Piloten in zig Kilometern Entfernung an irgendwelchen anderen Kanten soaren zu sehen.)
Ich denke, man hatte uns einigen Male so beobachtet, bevor das Motto ausgegeben wurde.

Eine unwirkliche Landschaft: Das Piano Grande.

Als Fahrer haben Matze und ich schon manches Mal ein wenig neidisch zugeschaut. 
Spielen im Wind mit dem neuen ION von Nova. - eine richtige Spaßkiste... wendig, schnell mit hoher, passiver Sicherheit.

Genau das Richtige für diese Gegend.

Monte Sera, 1.000 Höhenmeter über dem Tal von Pelegrino

Nicht selten erwies sich ein kleiner (ja Friedhelm, ein KLEINER) Spaziergang mit dem Schirm oder ein paar zusätzliche Busjokel-Tour-Höhenmeter als wichtig für's Obenbleiben.

Flug am Forca di Presta unter etwas "narrischen" Bedingungen. Entweder super starkwindig... oder auf einmal... gar kein Wind mehr.

Die Farben im abendlichen Sonnenlicht waren jedenfalls einfach grandios

Freitag nachmittag war dann die Antenne dran. (das grüne Schild s.o.) 

Startwind zwischen 28 und 33 km/h von vorne katapulierten die Flieger sektkorkenartig in die Luft. 
Hier waren die Bedingungen erwartet laminar und soft und alle waren am Kantensoaren.
Friedhelm und Manfred flogen letztlich 1.000 Höhenmeter über Norcia und landeten in der Nähe unseres Hotels.
Kirsten und Jörg landeten als letzte der Gruppe nach über 2 Std. Flugzeit.

Die Flugreise war zu Ende. Wir konnten viel und abwechslungsreich fliegen, und die Verpflegung entwickelte sich letztlich auch zur allgemeinen Zufriedenheit  (immerhin +2,5kg bei mir)... und die weinbedingt notwendigen Alka-Selzer waren zu Ende.

Viele, viele Fotos gab bei dieser Reise, und auch wenn die beiden letzten unten keine Fliegerbilder sind, denke ich doch, dass sie so schön sind, dass man sie veröffentlichen muss.  Neben allen anderen Fotografen daher speziellen Dank an Sebastian, der einmal mehr seine Qualitäten als Fotograf unter Beweis stellen konnte. (u.a. Header-Bild ganz oben).

Tja Leute, eine wirklich schöne Reise ging leider zu Ende. Ich hätte gerne noch ein paar Tage drangehängt.... 
Vielleicht sehen wir uns bei einer der nächsten Reisen? Rhôntal, Slowenien... oder wieder im Piano Grande von Castelluccio.

Danke für die schöne Woche zusammen!

Ralf und Matze

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