Flugreise nach Slowenien

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   5. - 12.Juni (Film kommt noch)

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Wie war das gleich wieder am Vortag der Abreise: "Bis Dienstag wird das Wetter ganz gut sein, und danach...... ", wurde im Rössle erzählt.

Als Matthias mir dann am Sonntag morgen den Wetterbericht links zeigte, war klar, das wird eine Bombenwoche! Wind aus Südwest in der richtigen Stärke und "hoch fliegende Gleitschirme" in der Grafik. 

Die Anreise durch die Dolomiten war wie gewohnt beeindruckend und verging wie im Fluge. Am Hausberg angekommen der erste kleine Dämpfer. Bestes Wetter, aber deutlicher Rückenwind an "unserer Kante". Die wochenlangen Regenfälle hatten die Luft in den Alpen abgekühlt und genau diese schwere Luft wehte nun auch Richtung Adria ab. 
Da es Gott sei Dank auch einen "Buchenberg" in Slowenien gibt, fuhren wir Samstag spätnachmittag noch nach Lijak
und konnten hier wunderbar fliegen. Ein üppiges Essen beendete den ersten Tag, er hätte nicht besser anfangen können.

Kantensoaren an der Lijak-Kante in sanfter Abendthermik

... wie war das wieder mit den Ausweichregeln? Kante links - draufhalten!, oder?

Ab Sonntag setzte sich der Südwestwind durch und wir konnten jeden Tag an der Hauskante fliegen. Die ersten wagten den Talsprung Richtung Nanos (Antenne), und die ersten 50km-Strecken waren "im Sack". Absaufen bei diesen Bedingungen? - Einfach nicht möglich!

Vielleicht ist das Bild oben eines der typischsten Bilder, die man bei dieser Reise machen kann. Wer genau hinschaut, sieht mehr als nur 2 Gleitschirme. Häufig war die ganze Gruppe (immerhin 18 Piloten) gleichzeitig in der Luft, - verteilt auf ca. 10km (und mehr) Hangkante.

Ein besonderes Highlight!

Wir warteten am Startplatz noch auf etwas besseren Wind, als 3 Adler plötzlich dirket vor uns hintereinander an der Kante vorbeiflogen und halbrechts in einen uns bekannten Bart eindrehten. 
Sie ließen sich durch Wym und Thorsten überhaupt nicht stören. Sicher ein unvergessenes Erlebnis.

Typisch: Warten am Startplatz. Der Wind sollte mindestens 20km/h betragen, bevor man ans Starten denkt.

Die Gruppe zeigte die ganze Woche absolut souveräne Starts - technisch sicher eine der besten Gruppen, die je mit mir auf Flugreise waren. 

Wer ganz genau hinschaut, sieht den Startplatz und die ersten drei Kantenflieger

Lijak - Nanos - Kovk

Der Dienstag, eigentlich der Tag, der am "schlechtesten" vorhergesagt war, entwickelte sich zu einem weiteren Matchwinner.

Die Flugbedingungen waren allerdings alles andere als "brav". Eine relativ tiefe Wolkenbasis mit teilweise hohen Steigwerten, Hammerthermik, verhieß dennoch Streckenflugwetter. So machten sich alle auf ihren Weg nach Osten.

Es war schon hochinteressant den Funk zu verfolgen. 

Fred, Wym, Michael und Rawi schafften alle die Strecke Lijak - Antenne - Kovk. So konnten "wir" den Erfolg der letzten Flugreise wiederholen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Fred gelang außerdem beim Rückflug erstmalig der  Rücksprung von der Antennenkante zur Hauskante. 
Thorsten 'verzichtete' auf einen Weiterflug und machte lieber ein Toplanding in Kovk...... (Raucher halt... )

Die Flugleistungen der anderen sollen dabei nicht im Schatten stehen - vielleicht ist es aber einfach so, dass Superflüge in dieser Woche zur Selbstverständlichkeit wurden?

Hervorzuheben vielleicht noch einer unserer "Oldies".
Mikel, leider durch Krankheit tagelang aus dem Rennen geworfen, zeigte am letzten Tag noch mal eindrucksvoll wie das mit dem Thermikkreisen funktioniert. Ein toller Flug, der viel Spaß gemacht hat, ihn übers Fernglas zu beobachten.

Der Rest der Woche war wieder etwas beschaulicheres Fliegen angesagt:

Senioren-Soaren. In meist super laminarer Thermik mal eben kurz 20km .. (oder darf's ein bisschen mehr sein?).. Strecke fliegen.

Am Landeplatz konnte man nicht nur super relaxen, sondern sich gleich mal ne dicke Pizza bei "Anja" genehmigen. Ich glaube, die Frau hat uns die Woche richtig in ihr Herz geschlossen.

 

Apropro Essen:

Was waren das doch noch für  Zeiten, anno 2008 (links), als wenigstens noch vom Teller geschlürft wurde.

Diese Jahr waren die Manieren dann endlich am Ende, aber die Suppen sind halt auch ne Klasse für sich.

Das Abendessen, jeden Tag immer ein wenig später, war wie immer superklasse und "mundete" großartig, wie man sieht.

Die Stimmung feucht fröhlich, und so manche Runde war fällig: Längster Flug, weitester Flug, schönster Flug......

So fiel es manchmal schwer, morgens wieder fit zu sein. 
Waren aber auch schwere Tage... aufstehen, frühstücken.... , fliegen.... , Pizza essen... , fliegen......, Eis essen......, noch ne Stunde fliegen.... ,schon wieder essen......4-5 Gänge.... , dann noch die ganzen Schnäpse ertragen.... und wieder viel zu spät und angedudelt ins Bett fallen.

Entschulidgt, wenn der Urlaub etwas kurz gekommen ist.

Die Slowenien-Reise ist nix für Kämpfernaturen. Eine Genussreise für alle, die einfach Spaß am entspannten Fliegen haben. Zugegebenermaßen hatten wir in den letzten Jahren aber auch fast unverschämtes Glück mit den Bedingungen.

Auch wenn man ca. 1.000 Höhenmeter über dem Tal ist, bedeutet "Kante" doch, dann man die Landschaft mit einer Höhe von 100m bis 300m entlang fliegt. Die meist ruhigen Bärte kann man dabei nutzen (dann fliegt man eben höher) oder einfach durchfliegen (dann fliegt man tiefer aber schneller). Absaufen ist jedenfalls nicht möglich solange man im laminaren Aufwind bleibt.

Am Freitag abend war dann noch einmal Soaren der besonderen Art angesagt:

Am Startplatz gegen 18:00 Uhr herrschte noch richtig starker Wind um die 30km/h - egal - , alle machten sich fertig. Als ich um 18:30 Uhr als erster startete gab ich noch die Devise aus, jeder solle doch einmal die Kante ganz runter und zurück fliegen (20km) und die Reise mit einer kleinen Strecke beenden. Am Ende wurden es dann für viele noch mal ein über 40km Streckenflug mit Durchschnittsgeschwindigkeit jenseits der 20km/h. Eigentlich, ehrlich gesagt, ein fast schon dekadentes Fliegen. Man startet - macht eine 90°-Kurve nach rechts.......... und fliegt einfach 10km geradeaus. Dann (das Highligt!), eine 180°-Kehre........ und das ganze wieder zurück! Dann noch mal aufpassen: 90° Kurve rechts..... und zum Landeplatz. Kann jeder!

Um 20.30 Uhr ging der Tag dann doch langsam zu Ende. Ein Abgleiter in den Sonnenuntergang! (die Kante "ging" noch immer!)
Ein unvergessener Flug ging zu Ende. So ruhige und konstante Aufwinde... und dann noch bis Sonnenuntergang. Die Stimmung in der Luft war einfach nicht mehr zu toppen.
Fred steigert seine "Airtime" auf über 20 Stunden. Ein Rekord auf Flugreisen, bedeutet das doch, dass er jeden Tag über 3 Stunden in der Luft gewesen ist.

 
Wir hatten alles erreicht. Ein wunderbarer Flugurlaub neigte sich fliegerisch dem Ende zu
. Doch...eine Rechnung war seit Jahren noch offen....:

Ein spätes Abendessen (22:00 Uhr), zig "rote Runden" danach musste uns Hieronim gegen 2:00 Uhr nachts daran erinnern, dass ein wenig Schlaf ganz gut tun würde.

Eine phantastische Reise ging zu Ende. Kein Teilnehmer, der nicht irgendwie ein persönliches Highlight erlebt hat. Man kann wirklich nicht sagen, dass diese 7 Tage immer erholsam waren, aber ganz sicher unvergessen. 

Danke für diese Woche!

Ralf und Matze

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