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Selbstpackerlehrgang
in Neudorf*
Sowohl
das Gleitschirm-Magazin, das Fly
& Glide und auch das DHV-Info wollten diesen Artikel nicht
veröffentlichen.
Ich möchte es an dieser Stelle nachholen. Es ist zwar keine "News"... der Unfall
selbst auch viele Jahre her.... Selbstpackerlehrgänge gibt es jedoch
weiterhin und ich glaube, dass wir alle aus dem tragischen Unfall von
Karsten lernen müssen:
- Wir wollen sichere Schirme fliegen mit
denen wir uns, am besten unter Anleitung,
langsam vertraut machen
wollen.
- Kunstflugmanöver, vor allem in
Bodennähe, sind was für postpubertierende "Flugdoofe", die irgendwie
und irgendwo "Nachholbedarf" haben....Die wenigen, die das Ganze echt
beherrschen, und davon gibt es nur wenige, werden mir zustimmen, dass
das Ganze nix für den normalen Flieger ist und ich hoffe, dass sie mir
meine verbale "Entgleisung" oben verzeihen mögen.....
- Und dann war da noch die Sache mit dem
Reservepacken:
Karsten ist tot!
Er war am Neunerköpfle mit einem ihm unbekannten Schirm bis zum Boden
herunterspiralt (sicherlich
unbeabsichtigt in einer stabilen Steilspirale (Anmerkung)).
Karsten habe zwar noch seine Reserve geworfen, die aber nicht mehr
aufgegangen ist.
Ich erinnerte mich an unser Zusammentreffen ca. eine Woche vor dem
tödlichen Absturz:
Ich bin seit 1988 hauptberuflich Fluglehrer im Allgäu, - Karsten ein
ehemaliger Schüler von mir. Ich traf ihn am Buchenberg wo mir sogleich
das Rettungsgerät an seinem Gurtzeug auffiel, das offenbar falsch
montiert war und offensichtliche Packfehler aufwies. Auf die Frage, wer
denn für das Packen und die Montage verantwortlich sei, antwortete er,
er sei bei einem Selbstpackerlehrgang in Neudorf* gewesen. Er habe die
Reserve selbst so gepackt und sie hätte auch so die Endkontrolle beim
Lehrgang passiert.
Ich öffnete daraufhin vorsichtig die Rettung am Startplatz und bemerkte
weitere teils grobe Packfehler.
Auf meinen Vorschlag, die Rettung so wie sie war dem Hersteller
oder/und dem DHV zur Ansicht und Beurteilung zu schicken und ihm für
diese Zeit ein Leihgerät kostenlos zu stellen, reagierte Karsten
abweisend.
Er wolle die Rettung eh noch mal packen und würde die von mir
angesprochenen Fehler dann beseitigen.
Ich bereinigte am Startplatz alle sichtbaren Packfehler an der Kappe
und entließ Karsten mit mulmigem Gefühl, schließlich wollte er die
Rettung noch einmal packen, was ich für keine allzu gute Idee hielt.
Niemand kann beurteilen, ob Karsten mit einer gut gepackten Reserve
überlebt hätte, ob die Art und Weise der Reservepackung in einem
ursächlichen Zusammenhang zur Nichtöffnung stand oder ob die Auslösung
einfach zu spät erfolgte.
Grund für mich jedoch der Sache im Kern nachzugehen. Zu häufig hatte
ich in Erzählungen ehemaliger Schüler von Selbspackerlehrgängen gehört
bei denen die Teilnehmer teils abenteuerliche Dinge beigebracht bekamen.
Wie sinnvoll ist ein solcher Lehrgang? – schließlich wird in ein paar
Stunden das gelehrt, wofür ich tagelang beim Hersteller unter Aufsicht
packen musste.
Ich beschloss, mir ein Bild zu machen
und meldete mich zu einem vom DHV
angebotenen Selbstpackerlehrgang an. Dietmar, - Mitarbeiter eines
großen, deutschen Rettungsgeräte-Herstellers begleitete mich nach
Neudorf.
Vor der Hauptwache einer großen
bundeswehreigenen Anlage werden wir von
einem der Lehrgangsleiter empfangen. Insgesamt 32 Leute werden von 3
Packern betreut, heißt, auf jeden Betreuer kommen mindestens 10
Teilnehmer !
Die Packerhalle erweist sich als erstaunlich großräumig. Jeder
Teilnehmer kann an einem eigenen Tisch trainieren. Diese Tische stellen
sich jedoch bald als im höchsten Grade verschmutzt dar. Zunächst ist
nur ein wenig Gurtzeug eingestaubt, später Dietmars neue, weiße Reserve
durch und durch angegraut. Und ich dachte immer, bei der Bundeswehr
wäre alles zack in Ordnung...!
Die erste Einweisung erfolgt mit der ganzen Gruppe. Das Rettungsgerät
eines der Teilnehmer wird ausgelegt und aufgespannt, eine knapp 20
Jahre alte Reserve ohne Mittelleine. Dies ist dem Leiter des
Packerlehrganges offensichtlich auch nicht aktuell genug und er tauscht
das Demonstrationsobjekt kurzerhand gegen ein ebenfalls über 10 Jahre
altes Gerät aus.
Auf die Frage, wie lange denn nun die Lebenserwartung einer Reserve
sei, erfolgt die lapidare Antwort, die Hersteller würden 10 Jahre
sagen, aber es sei schließlich nicht verboten auch ältere Geräte zu
verwenden. Warum dies so sei wird mit der steigenden
Luftdurchlässigkeit des F111-Gewebes erklärt. Von Reißfestigkeit ist
nicht die Rede. Von bundeswehreigenen Untersuchungen zur Reißfestigkeit
auch nicht. Statt dessen folgt der Beisatz, der zum ständigen Begleiter
des Lehrganges werden sollte:
„.... aber das müsst ihr selber wissen.... “
Ob Rettungsgeräte Gütesiegel haben, ob die Kompatibilität mit dem
Gurtzeug gewährleistet ist, ob die zu packende Version
Sicherheitsmängel aufweist. Kein Gedanke an diese Faktoren. Wir sind
schließlich zum Packen erschienen alles andere .......... „müsst ihr
selber wissen.... „
‚Ob der Mittelleinenschirm irgendwelche Vorteile bringt‘, möchte ich
wissen. „Er ist pendelstabiler“ die Antwort des Lehrgangsleiters. „Und
was ist mit dem Öffnungsverhalten?“, bohre ich weiter, „gehen die auch
schneller auf?“ Dieses wird verneint!
Ein offensichtlicher, grober, fachlicher Irrtum! Gerade die schnellere
Öffnung ist das, was einen Mittelleinenschirm ausmacht. Jeder Pilot,
dem dies einmal klar geworden ist, wird seine konventionelle Rundkappe
ohne Mittelleine sofort austauschen wollen (siehe Abbildung).
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Unter
(1) ist ein gestreckter Mittelleinenschirm zu sehen. Der Scheitel der
Kappe ist hereingezogen. Während bei der gestreckten
konventionellen Rundkappe
nach dem Herauswerfen des Rettungsgerätes die einströmende Luft Gefahr
läuft, direkt aus dem Scheitel wieder zu entweichen (2), fängt sie sich
beim
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Mittelleinenschirm in der eingezogenen Kappe, kann nicht mehr
entweichen und baut so schnell und zuverlässig Druck auf (3). Die Kappe
öffnet deshalb wesentlich schneller. Vor allem bei schlecht gewarteten
Reserven ohne Mittelleine
kann man dramatische Öffnungsverzögerungen erwarten.Die Erfindung
des Mittelleinenschirmes ist als DIE Neuerung der Rettungsgerätetechnik
schlechthin zu begreifen.
Eine
Doppelkappe öffnet auf Grund der zusätzlichen Luftfüllung über die
oberen Kappenschlitze noch schneller und sorgt |
nach der Öffnung durch
Luftaustritt durch diese Kappenschlitze zur Entstehung eines
ringförmigen Unterdrucks. Die Reserve ist pendelstabiler und weist
bessere Sinkraten auf.
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n der 10-köpfigen Kleingruppe wird nun
die eigene Reserve aufgespannt. Unser Gruppenbetreuer erwischt
ausgerechnet gleich meine über 10 Jahre alte Reserve, ohne Gütesiegel,
die in der Schule nur noch als „Dummy“ benutzt wird. Die Fangleinen
waren so präpariert, dass sich die Rettung nicht ohne vorheriges
Entwirren aufspannen lassen konnte.
Der Fachmann stutzt,- ordnet die Leinen, stutzt noch einmal und
entwirrt schließlich den „Knoten“ ohne allerdings den Zuschauern zu
verraten, wie er eben dies tut. Ein einfaches Verfahren, das jeder
Betrachter sofort begreifen würde, ist ihm offensichtlich unbekannt.
Eine Erklärung was er gerade tut............. bleibt aus.
In einer identischen Situation bei der gleichen Fortbildung wurden noch
Fotos geschossen und behauptet, das Rettungsgerät sei vernäht und würde
auch nicht aufgehen berichtete unlängst ein ehemaliger Schüler. Dieser
war daraufhin sehr verunsichert. Erst als er mit eigenen Augen sah, wie
einfach das Entwirren der Fangleinen geht und dass sein Rettungsgerät
nicht vernäht war, war er beruhigt. Beunruhigt war er allerdings
hinterher über die Fachkenntnis der damaligen Packlehrer.
Es folgen Demonstration und Übung zum Einpacken der Reserve in den
Innencontainer. Alle Rettungsgeräte werden kurzerhand am Scheitel oder
an den mittleren Packschlaufen mit einem kleinen, unscheinbaren Band
zugebunden, „schließlich üben wir noch“, lautet die Erklärung.“
Auch wenn mein Gruppenleiter mich nach der letzten Packung gefragt hat,
ob ich denn auch daran gedacht habe, dieses Band bei der letzten
Packung wieder zu entfernen, - dieses Vorgehen ist für die Packpraxis
höchst fehlerhaft und damit gefährlich. Aber, da man schließlich selbst
für sein Tun verantwortlich ist.......... muss man auch dies selbst
wissen.
Als Drittpacker habe ich allerdings schon zugebundene Rettungsgeräte
auf meinem Tisch liegen gehabt, - zusätzlicher Ballast beim Fliegen,
der niemals auch nur annähernd anständig hätte aufgehen können.
Alle Selbstpacker kriegen die gleiche Einpackmethode gelehrt. Auf
Dietmars Einwand bei unserem Betreuer, er habe eine xyz-Reserve,
erinnert dieser sich. Ja, - bei dieser Reserve erfordere es einen
‚S‘-Schlag zum Einpacken. Dies sei in der Packanweisung so geschrieben
und dann müsse man es auch so machen. Ein Punkt für den Fachmann, -
aber wie sieht es mit den anderen „spezifischen“ Details aus?
Ein Rettungsgerät erhält sein Gütesiegel u.a. durch sein schnelles
Öffnungsverhalten. Ist es egal, wie es gepackt wird ? „Nein“, sagt der
Hersteller meiner Reserve auf Anfrage, „du packst dieselbe Reserve mal
so und mal so und hast ein unterschiedliches Öffnungsverhalten.......
Die Packweise gehört zur Reserve und dem erteilten Gütesiegel dazu.“
Der gleiche Herstellervertreter bemängelt übrigens scharf die
geschilderte Vorgehensweise des Packerlehrganges. „Denen ist es egal,
wie wir unsere Reserven packen. Die lehren dort eine Standardtechnik
ohne sich vorher bei uns darüber zu informieren, welche Besonderheiten
zu beachten sind.“
An meiner Reserve fehlen die Packgummis. Ich frage nach Ersatz und
erhalte prompt 3 Gummis aus der Hosentasche meines Lehrers..........
später....nochmaliges Fragen.....beim Lehrgangsleiter aus dessen
Taschenvorrat die noch benötigten 6....... es muss halt gespart werden!
Zwischendurch sehe ich mich um, was an den anderen Tischen so passiert.
Kaltes Entsetzen läuft mir den Rücken herunter, ich schaue zu Dietmar.
Auch der schüttelt nur mit dem Kopf........ „.. hast Du gesehen, wie
der Pilot da hinten links seine Fangleinen zusammenfasst? - ........ Unfassbar!“ Ich kann ihm nur zustimmen.
Pause, - Zeit für das erste Resümee:
Unser Gruppenbetreuer ist freundlich und engagiert. Er erklärt ruhig
und sachlich aber er packt in letzter Konsequenz das Problem selbst an
wenn ein Teilnehmer die notwendigen Handgriffe nicht kann. Ich erinnere
mich wie wir am Haupttor empfangen wurden:
„... und der Lehrgang ist zu Ende, wenn ihr das (Packen) einigermaßen
könnt.... „
Ach so, - darum geht es, - einigermaßen reicht ...! und nicht
vergessen.... „üben, üben und ob ihr die Reserve schließlich selber
packt oder sie zu einem Packer Eures Vertrauens gebt...... müsst Ihr
selbst wissen.“
Ein Lehrgangsteilnehmer mit einer alten konventionellen Rundkappe ohne
Mittelleine, über 10 Jahre alt, der neben mir packt bemerkt auf meine
Frage ob er seine Reserve wirklich selbst packen wird oder diese nicht
lieber einem Fachmann anvertrauen möchte:
„Ich vertraue lieber meiner selbst gepackten Reserve als einer, bei der
ich nicht weiß, wie sie gepackt wurde.....“ ... eine Sichtweise, die
nachdenklich machen sollte. Ich verkneif mir mit Mühe, ihn über die
Vorteile einer Mittelleinen-Reserve aufzuklären.
Weiter geht’s. Die Rettung muss nun noch in den Aussencontainer.
Verständlicherweise geht dies bei allen Teilnehmern ein bisschen anders
und unser Gruppenbetreuer hat alle Hände voll zu tun. Letztlich macht
er es allerdings wieder selbst und benutzt zum vorläufigen Fixieren der
Loops besondere Stecksplinte – ein Luxus, der uns als Lehrlinge
verwehrt bleibt. Heißt aber auch, mir wird ein Verfahren gezeigt, dass
ich anschließend beim Üben alleine, mangels technischem Gerät, nicht
wiederholen kann. (Kürzlich habe ich eine Büroklammer an just derselben
Stelle in einer Reserve gefunden... ).
Dass der Außencontainer meiner Reserve
nicht kompatibel zum
eingepackten Innenleben ist wird ebensowenig bemerkt wie der Zustand
des Auslösegriffes. Dieser stammt aus einer „Rückrufaktion“ und weist
ein gefährliches Baumerkmal auf.
Leider will mein Gruppenleiter den Innencontainer meiner Reserve falsch
herum in die Außencontainerhülle einpacken, ein Umstand, der
einige Fangleinen der Rettung in einen innen liegenden Klettverschluss
des Außencontainers drückt und bewirkt, dass Fangleinen durch Faserzug
beschädigt werden.
Erst als ich meinen Lehrer auf den Innenklett aufmerksam mache, erkennt
er seinen Irrtum und korrigiert seine Packweise.
Meine Reserve ist nun zum ersten Mal vollständig gepackt. Es folgt die
Funktionsprüfung der Auslösbarkeit und dann darf ich noch mal von vorne
beginnen.
Zwischendurch werden wir zum Abschlussbriefing zusammengerufen. Die
Teilnehmerbestätigungen seien fertig und lägen zur Abholung bereit. Wie
heißt es dort wörtlich:
„Teilnahmebestätigung:
Herr XY hat am xx.yy.2003 in Neudorf an einer Grundeinweisung in das
Packen von Hängegleiter – und Gleitschirm – Rettungsgeräten MIT ERFOLG
TEILGENOMMEN.
Der Teilnehmer hat die Fertigkeit erworben, für sich selbst den
Rettungsfallschirm zu packen.“
Jeder bekommt diese Bestätigung, aber wer hat hier wirklich die
notwendige „Fertigkeit“ erworben? Große Zweifel sind angebracht. Gerne
hätte ich noch gewusst, ob der eine Teilnehmer, der sich zu Beginn der
Veranstaltung den Arm gebrochen hatte und erst viel später mit Gipsarm
erschien, ob dieser Teilnehmer ebenfalls mit der Teilnehmerbestätigung
bedacht wurde. Es sah gegen Ende der Veranstaltung ganz danach
aus........aber, - würde dies wirklich einen Unterschied machen ?
Ich packe meine Reserve zu Ende. Technisch so, wie ich es bei Karsten
in Erinnerung hatte. Die Verbindungsleine zum Gurtzeug liegt an der
falschen Seite, erneut Fangleinen im Klett..., die Basis in den
Innencontainer „eingedreht“, eine verzögerte Öffnung garantiert.
Ziemlich „verhaut“ sieht sie aus. So ungefähr habe ich es von Karstens
Reserve in Erinnerung...
Mein Betreuer fixiert die Splinte des Auslösegriffes noch mit einem
Sollbruchfaden........ gut, denn dies ist auch vom Hersteller so
erwünscht. Dietmar’s Reserve hat einen Loopspanner, der den Einsatz
eines Sollbruchfadens überflüssig macht. Egal, - auch diese Reserve
wird per Faden fixiert obwohl ein eingearbeitet Stoffband ausdrücklich
darauf hinweist, dass dies nicht „nötig“ ist. In der Tat ist der
notwendige Kraftaufwand zum Ziehen des Rettungsgerätes jetzt höher als
erwünscht.
Ein Blick zu einem ehemaligen Schüler..... Dieser versucht gerade, den
Innencontainer in seinem Gurtzeug zu verstauen. Eine, wie ich weiß,
nicht ganz einfache Prozedur. So stelle ich mich neben ihn und
beobachte. Der Lehrgangsleiter kommt, - überlegt und packt die Reserve
ins Gurtzeug. Die Verbindungsleine zur V-Leine am Gurtzeug wird, -
schließlich sieht man sie nicht -, unelegant irgendwie reingewurstelt.
Dabei übersieht der Profipacker jedoch eine zweite Verbindung zwischen
Auslösegriff und Innencontainer, die nun ziemlich überflüssig über den
Außencontainerdeckel herausragt. Auf
meine Frage, ob dies denn so
gehöre, wird dieses lästige Stück Verbindungselement kurzerhand wenig
stilvoll unter den Auslösegriff gestopft. Der so entstandene Bollen ist
schließlich nur eine Frage der Schönheit.......
Der Teilnehmer bedankt sich artig........... „Keine
Ursache“! Na ja, - und ich denk‘ mir mein Teil.
Der Versuch eines Fazits:
Rettungsgeräte packen kann man nicht in 5 Stunden lernen! Die Betreuer
eines solchen Lehrganges können nicht alle Einzelheiten wissen. Sie
lehren eine Standard Null-Acht-Fuffzehn-Methode ohne Berücksichtigung
gerätespezifischer Besonderheiten, eventuellen Gerätemängeln,
Kompatibilitäts- oder Gütesiegelfragen. Die Sicherheit muss so
zwangsläufig in Detailfragen auf der Strecke bleiben.
Verbunden mit dem mangelhaften Können der Teilnehmer nach dem Lehrgang
(tatsächlich habe ich die Reserve niemals ganz alleine gepackt) stellt
sich die so entstandene Mixtur für mich als kritisch da und die Frage
nach dem Sinn einer solchen Veranstaltung muss gestellt werden.
Als ich vor über 15 Jahren Gleitschirmlehrer wurde, lernte ich als
wichtigsten Grundsatz:
„Unter Wasser und in der Luft ist das beste gerade gut genug!“
Schließen möchte ich nun nicht mit erhobenen Zeigefinger, - aber es
bleibt wirklich nur übrig die Verantwortlichen zum Hinterfragen und
Bessermachen anzuregen und die Teilnehmer daran zu erinnern... :
Ob Ihr an solch einem Lehrgang teilnehmt und wie Ihr Euer Gelerntes
bewertet..... „müsst ihr wirklich selber wissen.“
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*jegliche Ähnlichkeit mit Orten, die es tatsächlich gibt, ist nicht
rein zufällig und durchaus beabsichtigt.
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