Molwanien
Liebe Clubmitglieder!

Ein herzliches "Szlengro"! (molwanisch für "Willkommen")

Wir sind stolz, als erste Flugschule in Deutschland eine organisierte Reise ins Boom-Flugland Molwanien durchzuziehen - wenn Ihr mitzieht.

Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, die nötigen logistischen Dinge zu unternehmen, um Euch den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Die Anreise erfolgt auf eigene Gefahr. 
Am besten, Ihr nehmt irgendeinen Touristen-Flieger Richtung Osten. Dieser wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit von molwanischen Separatisten entführt werden, die noch nicht mitbekommen haben, dass der 8. molwanische Bürgerkrieg, der zur Unabhängigkeit des Landes führte, bereits seit vielen Jahren vorbei ist.
Nach der erzwungenen Landung in Lutenblag, der Hauptstadt Molwaniens, steigt Ihr dann einfach aus dem Flugzeug aus. 
Nicht vergessen, die Reisekosten später beim Veranstalter zurückzufordern. 

Ein Sicherheitshinweis: 
Die Entführer werden im Regelfall völlig harmlos sein. Gebt Euch am besten als Amateur-Bild-Reporter aus und macht ein paar Fotos von der Entführung. Begeistertes Nicken beim Anhören politischer Parolen schafft die notwendige entspannte Atmosphäre in dieser Situation und sichert Euch eine problemlose Ankunft in Lutenblag.
Nicht vergessen, die gemachten Fotos auch verkaufen!

Wer Pech hat, und nicht entführt wird, muss sich auf dem Landweg nach Lutenblag begeben.
Achtung: Als Faustformel für die Fortbewegungsgeschwindigkeit ab Grenze zu Molwanien gilt eine durchschnittliche Annäherungsgeschwindigkeit an Lutenblag von ca. 25 - 30km/h. Bitte unbedingt bei der Planung der Anreise mit einkalkulieren.

Wir wohnen im  Luxus-Stern Vajana Ritzzz Hotjil in Lutenblag im Zentrum der Stadt. Die Hotelleitung bittet ausdrücklich darum, mitgebrachte Pistolen, Messer und sonstige Waffen während des Aufenthaltes an der Rezeption abzugeben. Diese werden dringend benötigt um ungebetenen Besuch nachts von den schlafenden Gästen fernzuhalten.
Das Hotel wurde kürzlich neu renoviert und bietet dem verwöhnten Gast neben fließendem Wasser, (nur bei Regen), wie schon beschrieben, eine sichere Ruhestätte für die Nacht. 

Die Zimmer sind einfach und orthopädisch gesund - allerdings etwas spartanisch eingerichtet.

Gegen Aufpreis bekommt man hier vielleicht sogar ein weiches Bett.

Ansonsten muss man mit dem üblichen Komfort Vorlieb nehmen.

Fluggebiete in Molwanien:

Zum Auftakt der Reise werden wir die zahllosen wieder begrünten (oder teilbegrünten) Müllberge rund um die Hauptstadt nutzen.
Hier bieten sich dem Piloten unbegrenzte Soaring Möglichkeiten am Rande der großartigen Hauptstadt.

Später werden wird dann Tagesausflüge in die Molwanischen Alpen unternehmen, die sicherlich noch den ein oder anderen Rekordflug zulassen.
Wenn das Wetter es zulässt (das Wetter macht meist einen großen Bogen um Molwanien), werden wir je einen Tag in den Czarbuncle Bergen und zum Windenschlepp in der östlichen Steppe verbringen.

Die Anreise zum Flugberg erfolgt mit dem lokalen Shuttle-Dienst. Aus gut informierten Kreisen erfuhr man, dass ein früher bekannter deutscher Rettungsgeräte-und Gleitschirmhersteller, zuletzt irgendwo in der Nähe von Lijak in Slowenien gesehen, hier eine neue Aufgabe gefunden hat. 
Für nicht weniger als 5,- Struble  (1 Struble = 100 Qunts = 100g Knoblauch oder 2,231 Euro) wird man sicher zum Startplatz gefahren. 
Allerdings wird hier noch eine Jahres-Flugvignette in Höhe von 50,- Struble fällig 
(böse Zungen behaupten: aus Restbeständen früherer Aktivitäten)
Als besonderer Bonbon gilt der Nachtflug ins Lutenblager Fußballstadion. Da leider die Flutlichtanlage des Stadions gerade generalüberholt wird, ist nicht sicher, ob dieser legendäre Flug 2011 überhaupt gemacht werden kann.
Insider berichten aber, dass eine fachkundige Firma bereits Ende
2010 mit der Instandsetzung beauftragt wurde.
Bei unsererl letzten Reise  war der entsprechende Instandsetzungsantrag jedenfalls schon bei der instandsetzenden Instandsetzungsbehörde eingegangen. 

Ein besorgter Interessent an dieser Reise fragte nach, ob man aus dem Ausfall der Flutlichtanlage auf ein allgemeines Problem bei der Stromversorgen schließen könnte?

Nebenstehendes Bild beweist jedoch eindeutig, dass Einfallsreichtum und Unerschrockenheit durch keine Technik der Welt zu ersetzen ist.

In Molwanien hat das Wort Strom- , Telefon- oder Inter-Net(z) jedenfalls noch seine ursprüngliche Bedeutung.

Zum Telefonieren einfach, wie oben zu sehen, einen Hörer anklemmen!
Wenn statt des Freizeichens allerdings ein paar Blitze auftauchen, habt ihr aus Versehen eine Stromleitung erwischt.

Sollte das Wetter einmal nicht fliegbar sein, besuchen wir das "Holy Hole". 
An dieser Stelle verunglückte das Papa-Mobil anlässlich des Besuches Johannes Paul II im Jahre 1998. Das Auto blieb mit Achsbruch liegen und der Papst musste seine Reise für ca. 2 Stunden unterbrechen. 
Bei diesem Aufenthalt segnete der Papst die Unfall-Stelle, bescherte sie ihm doch einen längeren Aufenthalt in Lutenblag "als unbedingt nötig" berichteten Mitglieder der Schweizer Garde, die zunächst einen Anschlag der nördlichen Rebellen vermuteten.
Bei der Abreise ist unbedingt darauf zu achten, einen vor dem Flughafen stehenden  Koffer- Kuli zu leihen.

Bitte beachten:

Der nichtsahnende Tourist wird noch einmal zur Kasse gebeten, weil für die Ausreise eine spezielle "Entwöhnungs-
steuer" verlangt wird.

 

...obwohl ich persönlich den Preis für durchaus angemessen halte.
Zur weiteren Vorbereitung auf diese sicherlich abenteuerlichen Reise empfehlen wir den Besuch der Molwanischen Homepage: 

www.molwanien.de und den 
Travel guide des Heyne Verlages über Molwanien: 
ISBN 978-3-453-81138-6

Krok ystro kiski askya! - "Hoffentlich bis bald"

Euer Team der 1. DAeC Gleitschirm-Schule

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