Statt dem eine Woche vorher angesagtem Regen bekamen wir sonniges Wetter mit unterschiedlichem Bewölkungsgraden. Obwohl es kaum Thermik gab, wurde es eine tolle Woche.

 

Schon am Samstag, unserem Ankunftstag, gelang uns ein erster Flug vom „Buchenberg“ von Samoëns, dem Les Saix. Und das nach einer stauträchtigen Anreise. Zum Abendessen war dann auch der letzte Teilnehmer angekommen.

 

Sonntag wurde, wie fast immer, am Les Saix geflogen. Das ist zum Warm-Fliegen genau der richtige Berg und man entkommt dem Wochenendverkehr. Ausserdem zeigte es sich, dass einige dringend nach einer längeren Flugpause die Starts wieder trainieren mussten. Bis zu 3 Flügen konnten durchgeführt werden – wer wollte.

Für den Montag war zwar NW-Wind angesagt, aber in den unteren Bereichen sehr schwach und nur ab ca. 2500m sollte er erst deutlich stärker werden. Um schon früher am Tag mit Thermik zu liebäugeln, ließ ich meine Crew Plaine Joux als Fluggebiet wählen.

 

Dort angekommen stand ein brauchbarer Wind an, doch die erhoffte Thermik am Südgelände blieb aus und es sah auch für den Nachmittag nicht besser aus. So folgten Dominik und ich dem Wunsch zurück zu fahren und dort konnten noch bis zu 2 Flügen erzielt werden.

Zur Abwechslung, dem angeblichen SW-Wind geschuldet und wegen dem Bewegungswunsch einiger Piloten, nahmen wir am Dienstag den La Bourgoise in Angriff. Anschließend kam der Les Saix wieder ins Spiel und für die Unersättlichen bis zu 3 Mal. Nur selten schaffte der ein oder andere auch mal einen Flug über eine halbe Stunde. Trotzdem waren alle zufrieden und die Wärme forderte auch ihren Tribut durch einige Getränke mehr, die man gerne zu sich nahm.

Nach wie vor meldete der Wetterbericht sehr starke Winde ab 2000m bis 3000m, so dass wir uns auf die niedrigeren Startplätzen konzentrierten und da ab dem Dienstag eher der SW-Wind dominant war, fiel auch der Tête des Saix leider den unsicheren Startbedingungen zum Opfer.

 

Am Mittwoch gaben wir dem Plaine Joux bei Passy noch mal eine Chance. Tolle Aussicht auf den Mont Blanc, aber thermisch gab es auch diesmal nicht viel zu ernten.

Auf der Rückfahrt teilten wir uns in zwei Gruppen. Eine fuhr zum La Bourgoise und die andere an den Les Saix. Beide kamen zu ihrem Flug und abends ging es zum Essen ins La Puzze, da im Hotel bei Elodie die Küche mittwochs kalt bleibt.

In zwei Nächten gab es auch mal die fast täglich angedrohten Gewitter und Regenschauer, aber am Tag dominierte am Himmel die Sonne garniert mit einzelnen Wolken. Jedoch am Donnerstag bekamen wir einen „sandigen“ Himmel, da durch den starken südlichen Wind viel Staub aus der Sahara herangetragen wurde.

Leider war dies für thermische Aufwinde natürlich nicht förderlich.

 

Zuerst hatten wir es in Mieussy versucht. Doch der Windsack im Startbereich wechselte ständig die Richtung und tendenziell war es mehr von hinten. Somit blieben wir in Samoëns am Les Saix. Erst am späten Nachmittag wurden einige Piloten mit einem längeren Flug belohnt.

 

Am letzten Abend hat sich Elodie im Namen der ganzen Hotelfamilie für 30 Jahre Treue bedankt, in denen wir bei unseren Samoëns-Reisen im Gai Soleil untergebracht waren. Ein Bild von einem einheimischen Künstler gab es für mich und 2 selbstgemachte Kuchen für unsere Gleitschirmgruppe.

Wieder einmal hatten Dominik und ich eine tolle Truppe beisammen, die viel Spaß hatten und auch dankbar für so manchen Tipp waren.
Wir wünschen euch noch eine schöne Restsaison und sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr wieder.

Au revoir, Hajo und Dominik

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