Diese Reise hob sich in vielerlei Hinsicht von anderen Reisen ab. Es war die erste Reise nach den Lockdown bedingten Absagen. Die Wetterberichte ließen eine Nullnummer in der Vorhersage befürchten. Dazu gab es ein Jubiläum zu feiern. Seid 25 Jahren führe ich meine Reisegruppen in ein und das selbe Hotel, wo Probleme für uns gelöst und Wünsche erfüllt werden.
Das Wetter wollte mit uns feiern und so gab es fast jeden Tag ein Feuerwerk à la nature mit Blitz und Donner.

Am Anreisetag war durch die lange Fahrt und die Schwüle kein richtiger Drive mehr zum Fliegen vorhanden. Zumal die Wolken auch schon wieder sehr groß wurden. Damit verschob sich der erste Flug auf den Sonntag am Les Saix. Es wurden genau ein und ein halber Durchgang, bevor es mächtig dunkel wurde. Eine halbe Stunde nach der letzten Landung brachen vor dem Gewitter die ersten Sturmböen durch.

Nach dem reichhaltigen Essen des Vorabends kam unseren Piloten ein kleiner Fußmarsch von ca. 70 Höhenmetern gerade recht. Zudem bei der instabilen Wetterlage jede Chance auf einen Flug genutzt werden musste und der Les Saix zeitweise im aufsteigenden Dunst lag.
So konnte ein schöner langer Abgleiter auch das Herz erwärmen. Manche schafften es sogar sich ein wenig im Startgelände zu halten.

Anschließend fuhren wir auf den Les Saix und konnten uns noch einen Durchgang von dort erarbeiten. Nach einer kleinen Stärkung am Schwimmbad baute es schon wieder mächtig auf und dies hielt uns von einem weiteren Flug am Nachmittag ab.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, so weit der Regen es zuließ.

Dienstag: Nach heftigsten Regengüssen riss es überraschend auf und wir wollten den Dunstfeldern entkommen und sind nach Passy zum Plaine Joux gefahren. Auch dort waren erst noch Dunstfelder vor dem Startplatz, aber dann ging es bei besten Windbedingungen zum ersten Durchgang los.

Der 2. Durchgang verzögerte sich etwas, weil dunkle Wolkenbänke mit hoher Cu-Bewölkung nichts Gutes ahnen ließen.

Doch es beruhigte sich noch einmal und wir starteten durch. Recht schnell braute es sich am ganzen Himmel wieder zusammen und so kamen keine sehr langen Flüge zustande. Alle flogen noch einmal und landeten recht bald. Mit dem Hinweis auf den sich rasch wieder dunkel werdenden Himmel zu achten, kam auch der letzte noch vor dem nächsten Gewitter runter.

Am Mittwoch sind wir nochmals zum Plaine Joux gefahren und konnten 2 nette Durchgänge machen. Es trug nicht besonders bei der Wetterlage, aber ein wenig mehr Zeit konnte schon erflogen werden. Besonders Martin hatte eine gute Phase nutzen und hoch und lang fliegen können. Heute hatten wir keine unmittelbare Gewittergefahr zu fürchten, sondern höchstens , dass es mal nass werden könnte. Das erwischte uns aber erst am Les Saix, an dem einige noch einen dritten Flug absolvieren wollten. Bis auf einen fuhren die anderen 7 wieder runter. Es blieben dadurch alle trocken.

Nach einer kleinen Shopping-Tour im Outdoor-Bereich, war endgültig abzusehen, dass dieser Tag der einzige sein wird, an dem wir trotz der apokalyptischen Wetterprognose nicht fliegen werden. Es kamen statt Regentropfen in Samoëns anfangs zwar nur vereinzelte Gleitschirmflieger aus den Wolken, aber daran wollten wir uns nicht beteiligen. So teilte sich die Gruppe nach Lust und Laune auf.
Ein Teil wollte mal das beeindruckende Talende mit den vielen Wasserfällen sehen.

Und dem anderen Teil war es wohl noch nicht feucht genug und machte einen Rafting-Termin klar. Dabei steigerte sich der Regen vom Einstieg bis zum Ausstieg hin zum Gewitter.

Es war eine spannende Woche mit dem Wetter und den passenden Berg zu finden. Aber mit diesen Piloten war es andererseits eine angenehme und entspannte Tour. Wir haben das Beste aus dem Wetter rausgeholt und hatten viel zu lachen.

Vielen Dank für Eure Teilnahme und Geduld. Wir sehen uns sicher bei einer weiteren Tour wieder.
Bis zum nächsten Mal,

Hajo und Birgit

 

2 Kommentare

  • Dieter Harzer,

    Vielen Dank für die schöne Flugwoche, endlich mal wieder fliegen mit netten Leuten. Trotz schlechter Wettervorhersage kamen doch noch ein paar schöne Flüge zusammen. Die Auswahl der Fluggelände war mal wieder genial. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei, a bientôt.
    Dieter

  • Martin Bellermann,

    Ja, wenn man sich nur auf den Wetterbericht verlässt, dann wäre man besser zu Hause geblieben, aber das Wetter wird vor Ort und am Berg gemacht!
    Dank der sehr guten langen Erfahrung von Hajo in Samoëns, haben wir mehr Flüge gemacht als erwartet und dafür danke ich herzlich!
    Auch die Alternativprogramme waren ein sehr lustiges Unternehmen und auch da danke an Hajo und Birgit, die alles mitgemacht haben!
    Unterm Strich war es eine schöne Woche mit netten Menschen und endlich mal wieder raus ohne nennenswerte Einschränkungen!
    Das wird nicht die letzte Reise mit dir gewesen sein Hajo – rechne bitte mit mir! (Drohung oder Versprechen?)

    Danke
    Gruß aus dem Schwabenländle
    Martin

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