WOW! Eine Wahnsinnswoche mit einem persönlichen Rekord nach dem anderen, inklusive Hitzerekorde.
Am Samstag sind wir verkehrstechnisch gut durchgekommen. Gewitter und heftige Schauer um Genf und hohe Wolken mit falschen Wind in Samoens ließen uns besser am Boden.

Sonntag: Bis zu 4 Durchgänge am Les Saix. Es gab zwar am Nachmittag auch Thermik, die sich aber durch die große Wärme als etwas anspruchsvoll entpuppte - klein und schwierig zu zentrieren.
Zum Einfliegen, besonders für unsere Piloten, die das erste Mal bei dieser Tour dabei waren und denen, die schon ein wenig länger Flugpause hatten, war das genau richtig. Einige zogen den Pool bei der Hitze einer 4 Runde Fliegen vor.

Montag: Es wurde schnell warm und steigerte sich Tag für Tag. Die Hitze ließ in den unteren Bereichen nicht viel Thermik entstehen. Daher entschieden wir uns für Chamonix. Dort war schon früh gute Thermik und wer wollte konnte diese für lange und hohe Flüge nutzen.
Gleich 5 sind nach Passy geflogen: Karlheinz, Friedel, Dieter, Peter und Birgit. Sie hatten wohl  Angst im Bus zurück zu fahren. Ein weiterer Flug in Passy wurde nur zu einem verzögerten Abgleiter, da die Luft durch die Wärme zu stabil war. Im Hotel angekommen waren alle froh, sich möglichst schnell unter der Dusche oder im Pool zu erfrischen, bevor es zum Abendessen ging.

Mieussy war am Dienstag unsere Anlaufstelle. Wir konnten sogar bis nach oben fahren, aber leider war es oben nur 2 Grad Celsius kühler als unten im Tal bei 33°C.  Thermik Null.
Auch gegen Mittag sah es nicht besser aus und wir beließen es bei 2 Durchgängen. Zum Abend konnte wer noch wollte einen Flug vom Les Saix machen.
Aber auch hier kam nicht mehr als ein verzögerter Abgleiter bei rum. Viele bevorzugten den Pool oder ein kühles Plätzchen unter 30°C. Wind war auch kaum vorhanden, so dass das Einpacken am Landeplatz das Schlimmste vom Flug wurde. Schon ab einer Höhe unter 1500m AMSL merkte man im Flug wieder die zunehmende Hitze.

Mittwoch: Der heißeste Tag sollte es werden - bis knapp 40°C. Ab ca. 1800m gab es aber trotzdem Thermik. Also ab nach Chamonix. So dachten anscheinend viele Piloten. Am Startplatz waren gleich mal 100 Piloten, die kaum Platz fanden einen Schirm auszulegen. Aber es ging dann doch recht zivilisiert und flott ab. Ich habe in den Thermikbärten insgesamt mindestens 150 Piloten gezählt. Und alle konnten sich halten und verteilten sich nach und nach bis auf über 3000m. Es gab ein paar Cracks, die es über den Mont Blanc schafften, denn auch in den Höhen gab es fast keinen Wind.
Friedel, Dieter, Karlheinz und Birgit, unsere üblichen Verdächtigen schafften es nach Passy. Dies machten zum ersten Mal auch Reiner (Prion2), Ute (Ion3) und Robert (Sonata) den anderen erfolgreich nach.
Dieter gab sich mit Passy nicht zufrieden, sondern schaffte es als Erster in unseren Flugreisen nach Frankreich, sogar bis zu unserem Hotelort Samoëns.
Wer wollte ist dann noch in der Glut in Passy und/oder am Les Saix geflogen.

Am Donnerstag wollte keiner mehr weit fahren, da die Thermik sehr mau sein sollte. Daher war Mieussy und Les Saix angesagt. Dann entdeckten wir einen fahrenden Sessellift und an seinem Ende einen neuen Startplatz. Die Station hieß Chariande und lag etwas über 2100m, also noch 500m über Les Saix. Das war dann noch das I-Tüpfelchen auf dieser Woche. Thermik vom Feinsten und ein herrlicher Startplatz mit einer noch schöneren Aussicht. Für unsere Nachwuchs-Flieger Robert, Jessica und Hartmut ergaben sich neue persönliche Rekorde in Dauer und Höhe des Fluges. Gratulation! Aber auch die anderen Piloten zögerten die Landung so weit wie möglich hinaus, da unterhalb von 1500m die Glutzone wartete, besonders natürlich beim Einpacken.

Eine super fantastische Woche und dass trotz der Hitze noch solche tollen Flüge zusatnde kamen - einfach nur ein Traum. Dazu kam noch die familiäre Betreuung unserer Hotelfamilie und das gute Essen. Die meisten Piloten werden wohl im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Vielen Dank für Eure Teilnahme und auch für die souveränen Flüge.
Au revoir et à bientôt,
Hajo et Birgit

1 Kommentar

  • Friedhelm Käßberg,

    Hajo hatte wieder alles im Griff. Dank seiner Hajokratie waren wir jeden Tag am richtigen Berg. Wir hatten tolle Flüge und jeder konnte so viel und so lange fliegen wie er wollte.
    Ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!!!!!!

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